Bei diesem Flaschenhalter hat man die Möglichkeit, den Halter auf verschiedene Flaschendurchmesser einzustellen. Durch Verschmutzung geht dies aber im Laufe der Zeit immer schwerer. Dann ist Reinigung angesagt.

Aber wie? Eine Anleitung dafür gibt es leider nicht. Aber hier könnt Ihr nachlesen, wie man die Verstellung wieder gangbar macht.

Zuerst muss man den Sicherungsring (Pfeil) auf der Rückseite der Verstellschraube entfernen. Nun kann man die Verstellschraube komplett heraus drehen.

sauber 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt kann man die markierten Stellen (1+2) säubern. Nach Säuberung einen Tropfen Öl auf das Gewinde und alles wieder zusammen stecken. Die beiden 'Stifte' vom Käfig etwas auseinander drücken, damit sie in die Führung passen. Nachdem der Käfig wieder montiert ist, die Sicherungsscheibe wieder montieren.

demontiert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Vor kurzem musste ich mal meine Bremshebel reinigen, weil die Druckpunktverstellung ein wenig zu hakelig ging. Bei der Demontage des Verstellrädchens haute eine Kugel für die Rasterung ab. Damit Euch so etwas nicht passiert,könnt Ihr hier sehen, wie man vorgeht. 

Am Bremshebel der Avid Code MAG (Modell 2008 bis 2010) ist ein rotes Rädchen zur Verstellung des Druckpunktes vorhanden. Mit einer kleinen Kugel wird das Rädchen gerastet.

Die Vorgehensweise:

Um das Rädchen zu lösen, wird ein T10 Torx benötigt. Am leichtesten geht's, wenn das Rädchen dabei festgehalten wird. Beim entfernen des Rädchens muss man darauf achten, daß die kleine Kugel nicht herausfällt und weg ist.

schraube

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem das Rädchen entfernt ist, kommt eine kleine Metallkugel zum Vorschein (Pfeil). Diese ist für die Rasterung zuständig. Die Kugel und dahinter liegende Feder herausnehmen.

entfernt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt kann alles gereinigt werden. Nach dem reinigen etwas Fett an die Feder und diese wieder vorsichtig einsetzten. Auch auf die Kugel ein wenig Fett geben und auf die Feder 'kleben'. Jetzt vorsichtig das Verstellrädchen wieder aufsetzen und verschrauben. Nun sollte die Verstellung wieder schön leichtgängig sein.


Es ist das übliche Problem. Man will schalten, es funzt nicht richtig. Oder man tritt etwas kräftiger rein und die Kette rutscht über die Zähne. Typische Anzeichen für einen verschlissenen Antrieb. Was tun? Alles tauschen? Oder nur einen Teil des Antriebs?

Ich beschreibe mal, wie ich es handhabe und welche Möglichkeiten es so gibt. Über die Laufleistung lasse ich mich aber nicht aus, dafür kommen zu viele Faktoren wie Verschmutzung, Kraft, Pflege, etc. zusammen.

Bei mir ist es so, das ich alles tauschen muss. Ich fahre Ketten und Kassetten, sowie Kettenblätter, bis nix mehr geht. Ist dann zwar ein etwas teurerer Spass, hält dann aber erstmal wieder eine zeitlang. Allerdings habe ich mir im Laufe der Jahre angewöhnt, bei Kette und Kassette nicht mehr die Top-Teile zu kaufen. Die verschleissen bei mir ebenso schnell, sind aber oft um einiges teurer. Daher greife ich eher zur Mittelklasse, es sei denn, ich kann ein Schnäppchen bei den Top-Teilen machen. Dafür muss ich bei der Mittelklasse damit leben, das sie ein wenig schwerer sind, was aber eigentlich nicht auffällt. Zugegeben, bei den Kettenblättern spielt die Optik eine Rolle, da gebe ich dann schon mal etwas mehr aus.

Wie kann ich erkennen, ob der Antrieb verschlissen ist?

Bei sehr starkem Verschleiss rutscht die Kette über die Ritzel/Kettenblätter. Spätestens jetzt sollte man tauschen, denn das kann zu bösen Stürzen führen. Allerdings gibt es auch schon vorher Möglichkeiten, dem Verschleiss auf die Spur zu kommen.

Da ist zum einen die Kettenlängung. Durch das anfahren und beschleunigen oder bergauffahren entstehen hohe Zugkräfte, die die Kette immer länger werden lassen. Um dies zu messen, gibt es die Kettenmesslehre. Solche Lehren gibt es auch für die Kassette, für die Kettenblätter bin ich mir nicht sicher.

Eine andere Möglichkeit wäre, die Kette mit den Fingern vom Kettenblatt zu ziehen. Je nachdem, wie weit man die Kette wegziehen kann, ist der Verschleiss entsprechend hoch. An den Zähnen der Kettenblätter und Kassette verändert sich die Form der Zähne. Je weiter der Verschleiss fortgeschritten ist, desto flacher werden die Zähne auf der einen Seite (Haifischzähne).

In wie weit ein frühzeitiger Wechsel von einzelnen Teilen des Antriebs kostengünstiger ist, kann ich nicht beantworten. Es mag bei wenig Laufleistung kostengünstiger sein, kann aber auch teurer werden, wenn einzelne Teile öfter im Jahr gewechselt werden müssen, zB. wegen sehr hoher Laufleistung, Verschmutzung, Schräglauf.

Wodurch entsteht der Verschleiss?

Der Verschleiss hat verschiedene Ursachen, die sich zusammen kombinieren. Da wäre die Verschmutzung des Antriebs. Da der Antrieb offen liegt und mehrere Teile aufeinander liegen, ensteht durch Schmutz eine höhere Reibung. Bei nassen Ausfahrten wird zusätzlich Schmiermittel aus der Kette ausgewaschen, bei staubigen Touren wird das Schmiermittel am Staub gebunden und die Kette läuft dann trocken.

Zusätzlich kommen noch die Zugkräffte auf den Antrieb und auch der Schräglauf der Kette spielt eine Rolle. All dies zusammen lässt den Antrieb verschleissen.

Wie kann ich den Verschleiss reduzieren?

Am wichtigsten ist Pflege. Wer seinen Antrieb nach einer Schlammtour nicht reinigt, muss mit erhöhtem Verschleiss rechnen. Schmutzpartikel oder mangelnde Schmierung haben eine sehr hohe Reibwirkung. Manche machen auch den Fehler, die Kette so gründlich zu reinigen, das alles Schmiermittel ausgewaschen wird. Selbst ein nachschmieren bewirkt dann noch wenig.

Bei starker Verschmutzung spüle ich den Dreck einfach nur ab (kein Hochdruckstrahler) und lasse die Kette durch ein trockenes Tuch laufen. Danach gebe ich wieder Kettenschmiermittel drauf. Dies sollte möglichst nach der Tour, mindestens jedoch 1-2 Tage vor der nächsten Tour erledigt sein. So kann das Kettenöl weit genug einziehen.

Ein anderer Punkt ist der Schräglauf der Kette. Es gibt viele Empfehlungen, wie man schalten soll. Leider klappt das in der Praxis nicht wirklich. Man kann den Verschleiss reduzieren, in dem man sich angewöhnt, die Kette nicht zu schräg zu schalten, ist aber ein langwieriger Prozess (ich hab's bisher nicht hinbekommen).

Jeder muss für sich entscheiden, wann er den Antrieb oder Teile davon austauscht, eine allgemeingültige Regel gibt es eigentlich nicht. Man sollte aber darauf achten, das wenn die Kette anfängt durchzurutschen, es dann dringend Zeit für den Austausch ist.


Jeder kennt das Problem, das nach gewisser Zeit die Bremskolben nicht mehr richtig arbeiten wollen. Ursachen können defekte Dichtungsringe sein, oder aber Schmutzablagerungen. Um dies zu beheben muss man den Bremssattel zerlegen.

Hier zeige ich anhand eines nicht mehr benötigten Bremssattels, wie man vorgeht. Je nach Bremsenhersteller und Bremssatteltyp können die Arbeitsschritte abweichen. In diesem Fall handelt es sich um einen 2teiligen Bremssattel.

Zu allererst solltet Ihr euch das passende Werkzeug zurechtlegen. Zum eigenen Schutz sollte man Einmal-Handschuhe und eine Schutzbrille benutzen. Nachdem das Werkzeug bereit liegt, sollte die Bremse vom Bike demontiert werden (auf dem folgenden Foto ist bespielhaft dafür der Bremssattel abgebildet).

Sattel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als nächstes werden die Bremsbeläge entfernt. Ein zurückdrücken der Kolben ist nicht notwendig (würde die Demontage nur unnötig erschweren).

beläge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt entfernt man die Entlüftungsschrauben und lässt die Bremsflüssigkeit ab. Dafür sollten die die Einmal-Handschuhe und Schutzbrille genutzt werden (vor allem DOT soll nicht so gut für die Augen sein). Jetzt können die Schrauben vorsichtig gelöst werden, die den Bremssattel zusammen halten. Keine rohe Gewalt anwenden, da Ihr sonst den Bremssattel beschädigt.

rückseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem entfernen der Schrauben sollte der Sattel in etwa wie auf dem folgenden Bild vor Euch liegen. Bevor es jetzt an die Kolben entfernen geht, sollte das innere des Bremssattels gereinigt werden. So verhindert Ihr, daß Dreck in die Kolbenaufnahme eindringt.

auseinander

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt geht es daran, die Kolben zu entfernen. Ich habe dies bei der einen Hälfte mit einem Schraubendreher gemacht (Bild 1). Hierbei ist größte Vorsicht geboten, da die Kolben und der Sattel sonst beschädigt werden können. Empfehlen kann ich diese Methode nicht (in meinem Fall wurde der Kolben leicht beschädigt). Man hebelt mm für mm den Kolben aus dem Zylinder. Dabei sollte man nicht zu schnell vorgehen, da der Kolben sonst verkantet und die Bremse dadurch unbrauchbar werden kann.

dreher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den anderen Kolben habe ich mit Luftdruck ausgeblasen. Wer einen Kompressor sein eigen nennt, sollte diesen dafür nutzen. Aber vorher den Druck reduzieren (z.B. per Druckminderer) und nur kurz Luft geben. Unter Umständen geht dies auch mit Druckluft aus der Dose (konnte nicht von mir getestet werden).

Dazu die Druckluftpistole auf die Bohrung für die Bremsflüssigkeit setzen (Pfeil auf dem 2ten Foto). Ein kurzer Luftstoss reicht aus. Vorher den Daumen auf den Kolben legen, da Euch sonst der Kolben um die Ohren fliegt. Hierfür auf jedenfall die Schutzbrille aufsetzen, da sich noch etwas Bremsflüssigkeit im Bremssattel befindet.

luft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Kolben entfernt sind, kann der Bremssattel gereinigt oder Dichtungen ersetzt werden. Unter Umständen hat sich etwas Farbe gelöst. Die Farbreste sorgfältig entfernen. Jetzt können die Kolben wieder eingesetzt werden. Dafür die Kolben leicht mit Bremsflüssigkeit benetzen und vorsichtig wieder reindrücken. Dabei darauf achten, das die Kolben nicht verkanten.

kolben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt kann der Sattel wieder zusammen gesetzt werden. Bevor man die Bremsbeläge einsetzt, sollte die Bremse wieder befüllt werden. Jetzt nur noch die Beläge einsetzen, die Bremse wieder ans Bike schrauben, denn die nächste Tour wartet schon.

Diese Arbeitsschritte sollten nur vorgenommen werden, wenn man die Bremse selbst entlüften kann und sich sicher ist, was man da verzapft. Ansonsten kann dies zum Totalausfall der Bremse führen.