Das Problem mit fliegenden Steinen kennen wir alle. Um Kettenstrebe und Unterrohr zu schützen, gibt's 'ne einfache, wenn auch nicht die schönste Lösung:
Man nehme einen alten Reifen und schneidet ihn so zurecht, das er an das Unterrohr oder an die Kettenstrebe passt (am besten knapp neben dem Profil schnippeln). Das ganze wird dann mit Kabelbindern befestigt.
Für die Kettenstrebe habe ich einen Griff für Bullbars genommen.
Sieht zwar nicht schön aus (außer viellicht an Enduros oder DH-Bikes), ist aber sehr wirkungsvoll.
Ein Versuch, meinen Rahmen zu flicken. Nachahmung nur auf eigene Gefahr.
Da man mir den Rahmen angesägt hatte, gab's 2 Möglichkeiten:
neuen Rahmen kaufen (kostet aber 'nen Haufen Euronen)
Rahmen reparieren
Ich hab' mich für die günstige Variante entschieden (auf dass diese nicht richtig teuer wird).
Der Rahmen war an 2 Stellen angesägt. Die tiefste Nut war max. 1 mm tief. Ich habe die Nuten mit 'flüssigem Metall' (Spachtelmasse mit Metallspänen) aufgefüllt. So kann keine oder kaum Kerbwirkung entstehen.
Bisher hat der Rahmen 2 Rennen und eine CTF überstanden. Ebensowenig hat sich etwas von der Spachtelmasse gelöst. Wie lange diese Lösung hält, wird sich zeigen.
Eine Nachahmung kann ich nicht empfehlen, da die erhöhte Bruchgefahr weiterhin besteht.
Zwischenbericht:
Mittlererweile sind noch einige weitere anspruchsvolle Touren und 2 Bikepark-Besuche dazu gekommen. Der Rahmen hält immer noch.
Nachtrag: Letztes Oktoberwochenende 2010. Kleiner wegrutscher und an der falschen Stelle mit dem Rahmen einem Wackerstein zu nahe gekommen. Nu' ist der Rahmen leider nur noch rumliegendes Geröhr. Nach knapp 2,5 Jahren hat's ihn zerbröselt.
Daraus lässt sich folgendes ableiten: lieber neuen Rahmen kaufen. Ist besser für die Gesundheit (auch wenn mir nichts passiert ist) und auf lange Sicht ist eh ein neuer fällig.
Werkzeuge sind teuer und selten kann man sich das passende Werkzeug im Bikeshop ausleihen. Und einbauen lassen geht auch an's Portemonai.
Um Steuersätze einzupressen, habe ich mir kurzerhand mein eigenes Einpresswerkzeug geschnitzt. Die Materialkosten liegen bei ca. 15,- Euro. Zeitaufwand ca. 10-20 min (je nach Geschick).
Benötigt werden:
1 Gewindestange M 20 (ca. 8,00 €)
3 Muttern M 20 (inkl. Unterlegscheiben ca. 4,00 €)
2 sehr große Unterlegscheiben
Im Praktiker-Markt bekommt man die Muttern inkl. der passenden Unterlegscheiben (Packung mit 2 Muttern und 2 Unterlegscheiben).
Der Zusammenbau:
Zum vergrößern der Bilder einfach draufklicken.Als erstes wird die Gewindestange gekürzt. 40 cm reichen vollkommen aus. Das kürzen geht am schnellsten mit einer Flex (Schutzbrille aufsetzen). Eine Metallsäge tut's aber auch. Danach nur noch die scharfe Kante etwas abrunden.
Nach dem kürzen können jetzt die Muttern aufgeschraubt werden. An's untere ende kommen 2 Muttern, die gegeneinander gekontert werden. Dann die beiden Unterlegscheiben und zum Schluß die 3. Mutter. Fertig ist das Werkzeug. Am besten die Gewindestange vorher mit Teflonspray einsprühen.
Bei herkömmlichen Steuersätzen (Gewinde und Ahead) sollten die beiden unteren Mutter direkt aneinander liegen.
Bei Semi-Integrierten Steuersätzen kann man auch meine Variante (Foto unten) ausprobieren (abhängig von Steuersatz).
Um den Steusatz einpressen zu können, werden 2 Schlüssel mit 30 mm Maulweite benötigt.
Und nun viel Spass beim nachbauen.



