Impressionen

DSCI0498Tatort: Pellens-Park in Bremen

Tatzeit: 5. Mai 2016 um die Mittagszeit

Täter: ein paar durchgeknallte mit ihren Bikes

Durch einen Post auf Facebook habe ich vom Bikepark Pellens erfahren. Also musste ich da hin, um mal zu schauen, was es damit auf sich hat. Vorher noch mal auf die Website vom FreeRide Club Pellens geschaut. Sah schon mal ganz nett aus.  Also rinn in den Zug und hin da.

Die Wegbeschreibung vom Bahnhof Bremen-Burg passte und der Park war schnell gefunden. Nun muss ich dabei sagen, das ich nicht unbedingt der typische Bikepark-besucher bin. Aber zwischendurch kann ich da auch nicht widerstehen.

Die Hardcorebiker aus höheren Gefilden würden wohl den Bikepark suchen, da die was anderes gewohnt sind. Aber im hohen Norden ist es leider ein wenig flach. Und dafür hat der Freeride Club feines aus dem Boden gestampft. Etliche kleine und größere Drops, Anlieger und Northshores sind vorhanden und etliche Lines lassen sich miteinander verbinden, so das man ständig verschiedene Lines fahren kann.

Die Biker aus der Bremer Umgebung waren locker drauf und alle hatten wir Spass. Klar kann der Bikepark nicht mit Park wie Willingen und Co mithalten. Aber wer sich mal im flachen Norden aufhält, sollte mal einen Abstecher In den Bikepark Pellens machen. Ich werde auf jedenfall öfters dort an zu treffen sein.

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StartaufstellungNach langer und staureicher Autofahrt komme ich gegen 16:30 Uhr in Biesenrode an. "Jetzt noch den Sportplatz finden" denke ich mir. Aber zum Glück sind schon einige Biker eingetrudelt. Schnell Das Zelt aufgebaut und ab geht's, sich für das Bergzeitrennen fertig zu machen. 

27. August: Das BergzeitrennenAbfahrt

Ursprünglich sollte die Streckenlänge ca. 1000 m sein. Sie wurde auf etwas über 600 m gekürzt, damit sich die Fahrer beim runterfahren nicht in die Quere kommen. Jedenfalls sieht die Strecke leicht aus, denke ich mir. Dann mit Druck auf's Pedal los. Nach 3:04 min komme ich oben an und bin davon überzeugt, das der Mensch auch ohne Lunge leben könnte. Die merke ich jedenfalls nicht mehr. Selbst Flüssigkeit wird nur widerwillig angenommen.

So erging es wahrscheinlich auch noch einigen anderen Fahrern. Hat aber höllisch Spass gemacht. Nach der Siegerehrung war Einkehr bei Bier, Nudeln, etc. Der Stress von der Hinfahrt war vergessen.

28.August: Der Marathon

5:00 Uhr morgens, der vom Vortag gequälte Körper erwacht. Was mache ich so früh, der Start ist erst um 9:00 Uhr. Ich bin nervös, fahre diesen Marathon zum ersten mal. 81 km. Es wird hart, soviel wurde mir prophzeit. Doch immer wieder wurde ich gefragt, ob ich die 'Weichei-Runde' fahre. So hart wird's schon nicht werden, denke ich mir. Weichei-Runde sind nur 27 km. Kurz vor dem Start werde von einem Fahrer aufgeklärt. Weichei-Runde sind 54 km.

Es ist noch sehr früh, also noch genug Zeit das Bike zu checken und langsam warm fahren, in Ruhe frühstücken. Nach und nach kommt Leben ins Fahrerlager.

MahlzeitUm 9:00 Uhr ist es dann soweit: der Start zur langen Strecke. Ich zähle um die 30 Starter. Dann der Start. Die ersten 200 m sind Strasse, dann schon die erste Steigung. Die ist schon vom Vortag bekannt. Was jetzt kommt, ist Singletrail-Marathon vom feinsten. Singletrail reiht sich an Singletrail. Zwischendurch mal ein kurzes Stück Waldautobahn mit dicken Löchern. Auf der ganzen Strecke ist 100 % Konzentration angesagt. Vor allem bei den Downhills. Bis zu 30 % Gefälle und handtuchbreit.

Auf etwa der Hälfte passe ich einen Moment nicht auf und erwische ein Spurrille und begrüße erstmal die Ameisen. Ergebnis: ziemlich schmerzende Schulter, die rechte Hand lässt sich vor Schmerz nicht richtig bewegen. Ich checke das Bike, das ausser einer kleinen Delle im Geröhr nichts abbekommen hat. Sinnig zuckel ich den Rest der Runde zuende. Nach ca. 2 1/2 Stunden komme ich im Ziel an und beende vorzeitig das Rennen. Soweit ich informiert bin, sind 8 weitere Fahrer ausgeschieden.

Spass gemacht hat's trotzdem. Schade nur, dass dieser Marathon für mich 2006 ausfällt. Der Black Forest Marthon ruft am selben Datum.

Ich konnte nichts finden, worüber man meckern konnte. Für die Fahrer wurde ein Zeltplatz auf dem Sportplatz gestellt, kostenlos. Das Bergzeitrennen, keine Startgebühren. Am Abend vorher Nudelfutter, inklusive. Nach dem Rennen auch kostenloses Nudelfutter. Das Frühstück war super und günstig. Alles top organisiert und super Zuschauer. Die Startgebühren lagen unter 20,- Euro, inklusive Erinnerungsfoto (für alle, die mind. 1 Runde fuhren), Urkunde beim Bergzeitrennen und Startgeschenk.

Alles in allem kann ich jedem diesen Marathon uneingeschränkt empfehlen, der Singletrails liebt.

Vielen Dank an Lars und Dirk und das gesamte Orga-Team, die das ganze ins Leben gerufen haben.


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Vom 15.-17.5. war ich mit 9 weiteren Bikern in Dahn. Wir hatten bei Trailrock das Trailcamp Felsenland gebucht. Der Preis belief sich auf 179,- Euronen. Klang anfangs viel für mich. Aber was da auf mich zukam, ich hatte ja keine Ahnung.

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Anreise für mich war am 15. Mai. Um 17:00 Uhr gab's die Schlüssel, 'ne halbe Stunde später ging's auch schon auf die erste Runde. Diese erste (leider zu kurze) Tour diente dazu, um sich ein wenig zu beschnuppern. Es war sehr entspanntes biken, so das man sich auf die anderen einstellen konnte. Vom Guide wurden kurze Stopps eingelegt, um ein wenig zum kommenden Trail zu erklären. Alles war sehr locker. Um ca. 19:00 Uhr waren wir dann wieder in der Unterkunft.

IMAG0336 FotoSketcherDie Unterkunft ist nicht was wirklich pralles. Sehr spartanisch eingerichtet. Wir waren im Conrad-von-Wendt-Haus untergebracht. Dieses ist eine Einrichtung, um Behinderte zu unterstützen. Daher hat es eher das Flair eines Krankenhauses. Aber war eigentlich OK. Tagsüber waren wir ja nicht da. Und wenn dadurch der Preis niedrig gehalten wird, kann man damit leben, schließlich war biken angesagt und nicht Nobelwohnen.


Am Samstag war dann die erste große Tour angesagt. Um 8:00 Uhr gab's Frühstück, das sehr reichhaltig war. 9:30 Uhr trafen wir unseren Guide für den Samstag und Sonntag. Erstmal kurzes vorstellen, dann Bikecheck und denn kam das wichtigste: Tourstart. Es ging in angenehmen Wechsel rauf und wieder runter. Gegen Mittag wurde in einem Gasthof eingekehrt. Alles lief sehr entspannt ab. Vor allem wenn unsere Gruppenmischung bedenkt. Die jüngsten waren etwa Mitte 20, unserer ältester hatte 60 Lenze vorzuwiesen.


IMAG0321 FotoSketcherEs ging teils über Straßen, Forstwege und natürlich über schmale Trails. Die Steigungen waren moderat, so das man nicht ausgepowert oben ankam. Auch war das Tempo nicht zu hoch. 

Die Trailabfahrten waren einfach nur geil. Schmal, teils dicht an Felsen vorbei, mit Spitzkehren. Eigentlich war alles da, was das Bikerherz will. 
Gegen 17:00 Uhr war die Tour am Samstag beendet. Danach hieß es duschen, umziehen und dann? Ab 19:45 Uhr war ein 4 Gänge Menü vorgesehen, welches im Preis inklusive war. Aber wir waren zu früh dran. Also schon mal auf den Weg machen und vorher noch ein Hefe zischen. Das Essen war einfach nur top. 

 

Sonntags ging's dann wieder auf Tour. Start wieder um 9:30 Uhr und sollte bis ca. 15:00 Uhr gehen. Tatsächlich wurde noch 'ne Stunde drangehängt. Für unser Geld haben wir sogar noch einen Minikurs in Spitzkehren fahren bekommen. 


Alles in allem war das Wochenende viel zu kurz. Auch wenn's für mich als Flachlandtiroler etwas anstrengender war, hat es riesig Spass gemacht. Für mich steht jedenfalls fest, daß ich nächstes Jahr wieder bei Trailrock buche.

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startAm 24./25.05.2014 wurde wieder das 24H-Rennen am Alfsee in Rieste veranstaltet. Freitag abend ging's los, es musste ja noch das Fahrerlager aufgebaut werden. Samstag morgen hieß es dann erstmal Frühstück, Startunterlagen abholen und dann erstmal Streckenbesichtigung. Nach Start/Ziel ging's über ein recht holpriges Wiesenstück über einen kleinen Wall, rauf auf eine Metallrampe. Hier musste man ein gewisses Tempo haben, um ohne absteigen raufzukommen. Direkt nach der Rampe ging's in einen kurzen Trail. Die erste Kurve im Trail war sehr eng, der Rest viel nach links ab und hatte noch ein paar fiese Wurzeln, was sich aber erst im Laufe des Rennens rausstellte.Team

Die Strecke bestand überwiegend aus Grasstrecke, die am/auf dem Deich entlang ging. So einige male musste man sich den Deich raufquälen, manchmal in fast direkter Linie rauf. Dann gings mehr oder weniger lange auf dem Deich weiter, um dann wieder den Deich runterzufahren. Einige Abschnitte gingen über gepflatsterte Strassenabschnitte am Deich. Hier konnte man gut Tempo machen, wenn der Wind nicht zu stark von vorne kam, oder man schon zu erledigt war. Im ganzen war es eine schöne, aber auch sehr holprige, teils auf zähem und fechten Untergrund, Strecke. Die Runde hatte ca. 10 km Länge und war schon anspruchsvoll.Nachdem wir (4er-Team) die Runde abgefahren hatten, ging's an eine kurze Teambesprechung. Da alles ein wenig kurzfristig geplant war und ich für einen Fahrer einspringen musste (ursprünglich war ich als Solo-Fahrer angemeldet), war die Organisation ein wenig chaotisch. So stand noch nicht fest, wer als erster startet und in welchem Rhytmus gefahren wird. Das war aber alles schnell abgesprochen. Nur noch vorsichtshalber die Bikes checken und schon war die Zeit zum Start verstrichen.

Unser Team war ziemlich gewürfelt. Wir hatten 2 Fahrer, die ihr erstes Rennen bestritten und erst seit etwa einem halben Jahr am biken waren. Der 3te war schon im letzten Jahrnachts mitgefahren, aber es war auch erst sein 2tes Rennen. Für mich war es das bisher 32te Rennen und ich brachte dadurch auch die meiste Erfahrung mit. Trainiert hatte keiner von uns, war arbeitstechnisch nicht möglich. Wir haben uns dafür entschlossen, jeweils nach einer Runde zu wechseln. So blieben jedem ca. 1,5 Stunden, um sich zu erholen. In der Nacht ist jeder dann 2 Runden gefahren. Ich habe die erste Runde gefahren, so konnte ich Tips für die Strecke geben. Anfangs wirkte es ein wenig, als wenn jeder sich um seine Runde kümmerte, der Rest aber egal war. Das hat sich aber recht schnell eingependelt. Als die ersten Rundenzeiten bekannt wurden, fingen wir an, anhand der Zeiten abzuschätzen, wann der aktuelle Fahrer die Runde fertig hatte, damit der nächste bereit ist. Da wir unterschiedlich Erfahrung im biken und Rennerfahrung hatten, gingen wir davon aus, das unsere unerfahrenen Team-Mitglieder recht lange für die Strecke brauchten. Tatsächlich lagen wir tagsüber immer knapp über 30min. Nachts war das wieder etwas anders. Ich bin zwar in unserem Team die schnellste Runde gefahren, aber auch die langsamste. Am nächsten morgen hat uns dann wieder der Ehrgeiz gepackt. Die Runden wurden wieder schneller. Obwohl wir alle schon ziemlich erledigt waren, kamen wir wieder dicht an unsere ersten Rundenzeiten ran. Jeder gab am Ende noch mal sein bestes.

Und es gab natürlich 'ne Panne. Ich hatte gerade meine 2 Nachtrunden hinter mir und war ein wenig erstaunt, das der falsche in der Wechselzone stand. Unser 2ter Fahrer hatte verpennt. So ist unser 4ter Fahrer eingesprungen. Also musste ich den eigentlichen Fahrer wecken. Kurze Besprechung, wie's wir jetzt fahren, damit jeder seine verdiente Pause bekommt. Aber haben wir alles hinbekommen. Auf jeden Fall wollen wir nächstes Jahr wieder dabei sein. Am Ende haben wir den 29. Platz von 52 Teams belegt. Wir hatten trotz einiger Problemchen unseren Spass, und das war das wichtigste.

Großen Dank auch an die Organisatoren und den ganzen Helfern, die ein Super organisiertes Event auf die Beine gestellt haben. Ein Großes Danke auch an die geduldigen Camper, die 2 Tage einen großen Haufen 'Verrückter' ertragen mussten.


gelaendeWir schreiben den 3. August 2012. Es ist Feierabend und hektik kommt auf. Was war passiert? Ich mache mich auf den Weg zu meinem ersten 24-Stunden-Rennen. Davor muss ich aber alles noch ins Auto geladen werden. Vor allem tut sich eine Frage auf: was muss ich überhaupt mitnehmen.

Also auf die schnelle Bike, Montageständer, was zu futtern und trinken, Bike-Klamotten und große Luftmatraze ins Auto und los. Am späten Nachmittag kam ich denn in Duisburg an. Jetzt erstmal zum Fahrerlager. Trotz Beschreibung einmal verfahren. direkt im Anschluss die Startunterlagen holen. Das wichtigste war also erledigt. Nun musste das Fahrerlager (falls man das in meinem Fall so nennen mochte) einrichten. Erstmal alles raus aus dem Auto, Luftmatraze wieder rein und aufpumpen. Dann alles andere halbwegs vernünftig verstauen.

Nun war es an der Zeit, sich mit der Strecke vertraut zu machen. Die erste Runde nutzte ich, um die Begebenheiten der Runde kennen zu lernen. Eine zweite war dazu angedacht,24H von Duisburg (26) welches das für mich optimale Tempo ist. Nach alle dem wurde der Start-/Zielbereich genauer unter die Lupe genommen, heißt, die Messestände unsicher machen. Den Tag ließ ich mit ein paar Bierchen ausklingen.Samstag, 4. August

Der Wecker stand auf 8:00 Uhr. Aber ich wurde schon um 5:00 Uhr wach. Jetzt ging's los mit meiner Nervosität. Hektisches umhertappern, da ich nicht so genau wusste, was ich mit der vielen Zeit anfangen sollte. Also schon mal eine Runde gedreht. So langsam kam im Industriepark Nord leben in die Fahrerlager. Man hat sich ein wenig ausgetauscht, um die Konkurrenz einschätzen zu können. Konkurrenz war ich für keinen. Schließlich nahm ich völlig unvorbereitet an dem Rennen teil. Ich wollte ja auch nur die Strecke bewältigen.

24H von Duisburg (30)Gegen 12:00 Uhr kam langsam Hektik in allen Fahrerlagern auf. Es ging los mit den Startvorbereitungen. Um 13:00 Uhr sollte schließlich das Rennen starten. Ich wurde noch nervöser und hoffte, möglichst bald am Start zu stehen. Ne halbe Stunde vor Beginn habe ich mich noch ein wenig mit Mike Kluge unterhalten. Allerdings habe ich ihn da noch nicht erkannt. Endlich stand ich am Start und meine Nervosität war weg.

13:00 Uhr. Der Startschuss. Jetzt ging es auf mein bisher härtestes Rennen. Platzierung war mir egal, Hauptsache ankommen. Meine Strategie: jede Runde die Verpflegungsstation nutzen und durchziehen. Naja, ganz so hat's dann nicht geklappt. Bis kurz vor Mitternacht lief alles wie geplant. Von den 58 Solofahrern hatte ich mich auf wahnwitzigen 56ten Platz vorgearbeitet. Dann kam eine etwas schnellere Abfahrt und am Ende wär ich fast in die Büsche gerauscht. Egal, kleiner Patzer, weiter ging's. Dann die Abfahrt vom 'Monte Schlacko'. Kurz vor dem Zielbereich schramme ich knapp an der Absperrung vorbei. Nix mehr mit Patzern. Hab' da erst gemerkt, das ich wohl doch ein wenig übermüdet war. Also bis zum Auto und hab mich dann 2 Stunden auf's Ohr gehauen. Danach ging's weiter und vor allem besser. Ich dachte schon, ich hätte den 'Toten Punkt' überlistet, aber Pustekuchen. Gegen 3:00 Uhr kam er dann. Ich dachte während dieser Phase, so langsam kann das Rennen jetzt auch zu Ende gehen. Aber ich hab's durchgezogen. Nach dem der 'Tote Punkt' überwunden war, ging's wieder kräftig weiter. Hin und wieder bekam ich an der Verpflegungsstation die Info, auf welchem Paltz ich mich derzeit b24H von Duisburg (49)efand. War ich kurz vor Mitternacht noch auf Platz 56, so hatte ich mich bis um 6:00 Uhr auf Platz 40 vorgetastet. Das motivierte. Das Rennen lief für mich besser als erwartet. Gegen 11:00 Uhr bekam ich gesagt, das ich auf Platz 35 wäre. Damit war ich um einen Platz besser, als der Fahrer, der den gesamten Samstag geführt hatte.

Eine halbe Runde weiter fingen dann meine Achillessehnen an Stress zu machen. Zu spät kam die Erkenntnis, das ich doch die anderen Bike-Schuhe hätte nehmen sollen. Um's nicht zu übertreiben, habe ich mich noch ein wenig ins Fahrerlager begeben. Ich fuhr meine Runde so zu Ende, das es mit dem Ende der 24 Stunden passte. Ich habe am Ende noch Platz 40 belegt. Mir hätte auch der letzte Platz bei meinem ersten 24H-Rennen gereicht.

Was mich begeistert hat, ist die gesamte Atmosphäre. Rund um die Uhr stehen Zuschauer an der Strecke und feuerten die Fahrer an. Da ich wohl der einzige Fahrer war, der nicht trainiert hatte, hat dies wohl schnell die Runde gemacht. Jedenfalls bin ich von den anderen Fahrern, die mich überholten, angefeuert worden, ebenso wie aus den Fahrerlagern. Allein dafür war's das Gequäle wert. Wenn's nach mir ging, ich hätte auch 48 Stunden mitgemacht. Ich hatte nicht das Gefühl, komplett erledigt zu sein. Was Adrenalin doch alles bewirken kann.

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7. Weser Ems Cup 4. Lauf (17) FotoSketcherAm 29.10.06 habe ich im Rahmen des 7. Weser-Ems Cups als Marathonisti mal an einem Crossrennen teilgenommen. Da Sandkrug sozusagen für mich um die Ecke liegt (nur ca. 10 km von meiner Wohnung entfernt), bot sich dieses Rennen an. Ausserdem ist es mal was anderes, als sich stundenlang rauf und runter zu quälen. Bei diesem Lauf starteten Crosser und MTBiker gemeinsam. Die Runde hatte ca. 2,3 km Länge.

10:30 Uhr: Start frei für die Hobby-Fahrer. Ich habe das Glück, von ganz hinten zu starten. Also vom Start weg Gas geben und 7. Weser Ems Cup 4. Lauf (4) FotoSketcherversuchen weit nach vorne zu kommen. Rennlänge sind nur ca. 40 min. Am ersten Hügelchen kommt was kommen muss: Stau. Also mit Schwung die schlechteste Linie wählen und den Rest zu Fuss. Wieder ein paar Plätze gut gemacht. Nach ein wenig Berg und Talfahrt eine Treppe, die mit 3 Schritten nehmen und weiter. Der Puls liegt wahrscheinlich jenseits allem messbaren, jedenfalls fühlt es sich so an.
Ein wenig weiter wieder rauf und runter. Nun kam der Sandkasten. Mit Schwung rein und wieder zu per Pedes. Brachte mich etwa 4-5 Plätze nach vorne. Jetzt wurde es etwas angenehmer. Großes Blatt, hinten etwas kleiner und Gummi geben. In einen viel zu kurzen Singletrail rein und wieder auf die Forstautobahn bis zum Ziel. Leider war das bloß die erste Runde.

Mit jeder Runde hab' ich versucht weiter nach vorne zu kommen, doch der weiche Waldboden und der Sandkasten kosteten ganz heftig Körner. Am Ende hab' ich 5 Runden überstanden und bin auf Platz 30 gelandet. Nach dem Rennen war ich genauso platt, als wenn ich einen 80 km Marathon gefahren wäre.

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6. Black Forest (12) FotoSketcherIm Jahre 2000 war es für mich Premiere, dieses Jahr fuhr ich wieder mit. Leider ging 2001 nicht wegen Arbeit, 2002 fiel komplett wegen der Fußball-WM aus. Bei meiner ersten Teilnahme habe ich so ziemlich jeden Anfängerfehler gemacht.

Aber diesmal war ich besser vorbereitet. Ziel: mindestens 5 min schneller sein. Im Ziel sollte es anders aussehen. Auch in diesem Jahr startete ich mit einem ungefedertem Bike. Am 22. Juni um 8:00 Uhr ging's los. Super Wetter, 26° C, super Laune und bestens motiviert. Der Startablauf hatte sich nicht geändert. Wieder wurde im 2 min Takt gestartet. Warmfahren braucht ich mich diesmal nicht. Bei diesen Temperaturen fühle ich mich am wohlsten. Der Start war wie üblich: Highway to Hell und Applaus ohne 

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Ende. Erst durch die Fußgängerzone, dann die Anfahrt zur ersten Steigung zum Hinterwaldkopf. Alles lief super, kein schwächeln, sondern richtig Spass. Dann die Abfahrt Richtung Hinterzarten / Titisee. Durch das trockene Wetter sah man vor lauter Staub fast nichts mehr. Blindflug mit ca. 65 km/h.

Sämtliche Steigungen, die mir 2000 Probleme bereiteten, schaffte ich ohne Probleme. Obwohl ich nicht trainiert hatte, lief es top. Als es in die letzte Abfahrt ging, gab auf halben Weg nach unten die Felge auf. Durch ständig schleifende Bremsen wegen langsamerer Fahrer hat sie sich wohl durch die Hitze verzogen. Also runter vom Bike und hinbiegen, was ging. 8-9 min verlor ich dabei. Das restliche Stück bis zum Ziel habe denn nochmal Gas gegeben. Schließlich wollte ich schneller als 2000 sein. Als ich im Ziel war, war ich so unter Adrenalin, das ich die Runde hätte nochmal fahren können. Jedenfalls fühlte ich mich so.

Als die ersten Ergebnisse bekannt wurden musste ich sofort zum Stand. Da traff mich doch fast der Schlag: ich wollte nur 5 min schneller sein und hatte auch noch eine Panne. Meine Zeit: 4:45:43, knapp 17 min schneller als bei meiner ersten Teilnahme.

Im gesamten lief es ab wie 2000. Top durchorganisiert. Das Publikum wieder super. Einfach 'ne geniale Rennatmosphäre.


Wir schreiben das 1999. Früh morgens bin ich zu einer etwas größeren Tour gestartet. Geplant war, auf den Schauinsland, danach auf Kandel, Belchen und den Feldberg (nicht den im Taunus) zu fahren. Während dieser Tour erfuhr ich von einer Bike-Gruppe, das um 20:00 Uhr ein Nachtrennen in Obermünstertal läuft.

Schauinsland und Kandel hatte ich bewältigt, wegen dem Nachtrennen die Tour dann so gelegt, dass ich gegen 19:00 Uhr in Obermünstertal eintrudelte. Um diese Zeit war dort allerdings noch tote Hose. Außer mir waren nur ein paar Leute vom Orga-Team da. Also schon mal Startnummer geholt und ein paar Testrunden gedreht. Sind wohl 7 oder 8 Runden geworden. Netterweise hatte es in der Nacht davor geregnet, so das der Boden etwas weich war und die einzige heftige Steigung etwas schwer zu fahren war. Gefahren wurden 8 Runden, je ca. 900m lang mit ca. 50 Hm. 80 % der Strecke wurden mit Scheinwerfern ausgeleuchtet.

Nach und nach tauchten immer mehr Fahrer auf und drehten ihre Testrunden. Um 20:00 Uhr standen dann 39 Fahrer/innen am Start. Ich hatte leichte Schwierigkeiten am Start, mich einzureihen. War mein erstes Bike-Rennen. Den Anstieg sind alle per Pedes rauf. Nur so konnte man Plätze gut machen oder zumindest auf Position bleiben.

So ging das Runde auf Runde. Jetzt rächte sich Tour zum Schauinsland und Kandel. Am Ende bin ich 6 Runden gefahren und war völlig fertig. In meiner letzten Runde musste sich auch noch meine Federgabel zur Hälfte verabschieden. Beim Sprung über die kleine Rampe flog mir bei der Landung das Innenleben aus dem rechten Gabelbein um die Ohren.

Mein erstes Rennen hat mal knapp 30 min gedauert, hat aber einen Wahnsinns Spass gemacht.